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Kranzelbub, Kranzlbub

der, -en , -en
[ krantslpup, -pua; (pl.:) puam ]

Hochzeitsbeistand, Brautführer, Gegenstück zur Brautjungfer


Wortart: Substantiv
Tags: Steiermark,Burgenland,
Kategorie: Zwischenmenschliches
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 07.10.2017
Bekanntheit: 0%  
Bewertungen: 1 2

Dieser Eintrag sieht prinzipiell nicht schlecht aus aber es ist noch mehr Information nötig. Alles Kommentare und Bewertungen sehr erwünscht.

Kommentare (1)


Braut und Bräutigam berieten mit der Mutter allabendlich darüber, wer einzuladen wäre ... und man kam auf mehr als hundert Personen. Und die Kranzeljungfern und die Kranzelbuben waren festzustellen. Und dann gingen Braut und Bräutigam miteinander drei Tage laden. ... Der kleine Niklos Trauttmann lief voraus und schrie in alle Höfe der Eingeladenen: »Die Braut kimmt ums G'schirr!« ... Die Braut mit ihrer lustigen Jungfernschar leistete gute Arbeit, in zwei Tagen war alles beisammen. Und es hatte keine Scherben gegeben. Für das viele Zinn aber, das den Mädeln an geboten wurde, musste ein Kranzelbub einspannen, denn das konnten sie nicht tragen.
source: Müller-Guttenbrunn, Meister Jakob und seine Kinder (1918)
Es gibt doch Vorbereitungen. Brautgewand, Hochzeitleut, Kranzln, ja, besonders die "jungen Leut", wie man die Kranzlbuben und Kranzlmädln nennt, waren schwer zu bekommen. Und es mussten doch wenigstens drei oder vier Paare sein!
source: Gmundner Wochenblatt, 19.2.1864
Als sie zu Paar und Paar in die Kirche schritten, bemerkte der Toni, der mit einer »Kranzldirn« hinter der Braut mit dem »Kranzelbuben« ging, dass neben dem Thore der Forstjung' stand, und dass die Tonele ihr Gesicht rasch auf die andere Seite wendete. ... Der Toni knirschte mit den weißen Zähnen so stark, dass das Kranzldirndl ihn flüsternd fragte, ob er sich jetzt nicht gar einen Zahn ausgebissen hätte?
source: Peter Rosegger, „Die Geschichte von der Häuselschnecke“. In „Als ich noch jung war. Neue Geschichten aus der Waldheimat“ (1895/2013)
bei uns (bgld.) ist es so üblich: ... Wir hatten auch noch Kranzlmädchen+ Kranzlbub. Die hatten eigentlich nichts zu tun und waren voll unnötig. Das hätte wir uns sparen können! Normalerweise führt der Kranzlbub die Braut in die Kirche!
source: Hochzeit.at Forum , Posting v. 17.03.2004

Koschutnig 07.10.2017





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
Und hier noch ein paar hilfreiche Links: Alooha CryptoCoinWorm Urbanes Wörterbuch