Dein Österreichisches Wörterbuch

Stellungsbezirk , der

Rekrutierungs-, Aushebungs-, Musterungsbezirk


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 29.01.2018

Bekanntheit: 60%

Beurteilung: 3 | 4

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Kommentar am 29.01.2018

Diese im Rahmen der allgemeinen Wehrpflicht vorgeschriebene militärische Ausbildung umfasste den Zeitraum vom 21. bis zum 42. Lebensjahr, in dem die Wehrpflichtigen drei Jahre ativen Militärdiest leisten mussten. Dies bedeutete für Karl Außerhofer, dass er am 15. April 1901, im 21. Lebensjahr, zur Assentierung gerufen und beim zuständigen Stellungsbezirk Bruneck als wehrtauglich eingestuft wurde.
Sigrid Wisthaler, Karl Außerhofer – Das Kriegstagebuch eines Soldaten im Ersten Weltkrieg (2010):https://tinyurl.com/yc2666xn
Die regelmäßige Rekrutenstellung für das Jahr 1877 wird im Herzogthume Salzburg an den nach bezeichneten Tagen und Orten vorgenommen werden: I. Assentplatz Salzburg: 28. April für den Stellungsbezirk: Stadt Salzburg
Salzburger Zeitung v. 24.2.1877:https://tinyurl.com/y7sylehv
Nach Vereinbarung mit dem k.k. General-Commando in Brünn wird die regelmäßige Stellung für das Jahr 1877 im [wor:22050:Kronlande] Schlesien durch zwei ambulante Stellungs-Commissionen nach den folgenden Stellungsbezirken und an den nachstehend angegebenen Orten und Tagen vorgenommen werden.
Troppauer Zeitung, 10.3.1877:https://tinyurl.com/y9apltwp


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Stellungsbezirk






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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