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Assentierung

die, -, -en

Musterung


Wortart: Substantiv
Kategorie: Amts- und Juristensprache Veraltet, Historisch
Erstellt von: Koschutnig
Erstellt am: 04.06.2013
Bekanntheit: 10%  
Bewertungen: 2 3

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Kommentare (2)


assentieren = zustimmen - ist's deshalb zur "Stellung" geworden?
Assentierung (österr.) = Untersuchung auf Militärdiensttauglichkeit hin

* Austritt aus dem k.u.k. Heer hätt's gegeben nach § 56 Wehrgesetz einen »Austritt wegen gesetzwidriger Assentierung. 1. wenn ein Assentierter das nach dem Gesetze zur Assentierung erforderliche Lebensalter noch nicht besitzt« (Ernst Mayrhofer, Hb. f.d. polit. Verwaltungsdienst in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern, Bd. 7, 1901, S. 293)

* Böhmen: »Christopher berichtete kurz, was er von der Stimmung des tschechischen Landvolkes wußte, was er bei der Assentierung in Laun [= jetzt Louny in Nordböhmen] gehört und gesehen hatte, und das ihn die seltsamen Umstände, unter denen er für untauglich erklärt worden war, hätten erkennen lassen, welche Gefahren aus dem böhmischen Hinterlande drohten.«
( Friedrich Bodenreuth, [d.i.Friedrich Jaksch aus Budweis]: "Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland", Berlin 1937, S. 106)

* Dollfuß-Zeit: Zweijährige Militärdienstzeit im Interesse der Sicherheit des Staates muss her, »weil eine Erhöhung des Jahreskontingents gegenwärtig, wo die schwachen Kriegs-Jahrgänge zur Assentierung gelangen, nicht möglich sei.«(Archive der Gegenwart, 14.11.1934)
Koschutnig 04.06.2013


Unglaublich: so warn s' vor 60 Jahr:
Die Anzahl der Freiwilligen ist so groß, dass man sie gar nicht unterbringen kann. Schwierigkeiten hat es nur im Walsertal gegeben, weil da die Burschen nicht, wie's der alte Brauch will, zusammen auf einem blumengeschmückten Wagen zur Assentierung fahren können.
source: Janko Musulin, „Jung-Österreich", DIE ZEIT, 14.6.1956

Und vor einem Jahrhundert: 1912 wurde einer der größten Dichter Österreichs [wort-31859:assentiert]:
».. von dieser äußeren Erscheinung haben wir amtlichen Bericht; die bei der Assentierung übliche Personenbeschreibung gibt die Größe des Einjährig-Freiwilligen mit 1,71 Meter an, also – trotz den Überlieferungen über Trakls außerordentliche Körperkraft – keineswegs groß, ...«
source: Walther Killy, "Er notierte das Unausdrückbare. Zum fünfzigsten Todestag von Georg Trakl ", DIE ZEIT, 6.11.1964

Koschutnig 06.02.2016





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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