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Kalterersee , der, -s, keine

Südtiroler Rotwein


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 21.07.2018

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 21.07.2018

Häufigst angebauter Rotwein Südtirols ist der leichte, fruchtige Vernatsch (Trollinger), meist als Kalterersee oder St. Magdalener deklariert.
Gerd Rindchen, Crashkurs Wein (2012):https://tinyurl.com/y7b4jdvu
Der Kalterersee ist für mich so ein bisschen wie ein Lebensmittel - andere Weine sind wie Genussmittel. Auf jeden Fall trinke ich lieber einen guten Kalterersee als mittelmäßige andere Weine.
Luisa Bellina, Weinlesen. Wein und Landschaft, Boden und Menschen (2006):https://tinyurl.com/ybeh3k7b
Als nördlichste Region Italiens hat Südtirol .... auch bei den Weinen eine eigene Kultur mit regionalen Besonderheiten. Dabei stehen neben kommerziell wichtigen Konsumweinen (wie z.B. Kalterersee) zunehmend hochwertige Tropfen ehrgeiziger Winzer und Genossenschaften
Michael Böckler Vino Criminale. Ein kulinarischer Fall für Hippolyt Hermanus (2013):https://tinyurl.com/y9s46baf


Kommentar am 21.07.2018
Infolge der Beliebtheit des roten “Kalterersees“ wurde die Vernatscher Rebe bis weit nach Süden, bis Verona und darüber hinaus angebaut, so flüsterte man, und zu "Kalterer" in diversen Cuvee-Variationen verwandelt. Kein Wunder, dass „der Kalterer See“ die regelmäßige Lösung der Frage war, was wohl der größte See nicht nur von Südtirol, sondern von ganz Italiens sei. - Nun, seit 1970 muss das DOC der „kontrollierten Herkunftsbezeichnung“ auf dem „Kalterer(see)“-Etikett stehn und der "Kalterersee" darf außer aus Kaltern selber nur noch aus 5 (!) weiteren Gemeinden der Provinz Bozen, aber dazu sogar noch aus 2 wallischen Gemeinden aus dem Trentino stammen. Der See bleibt groß!

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Kalterersee






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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