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Gankerl

das,
[ Gangerl, Gang´gal ]

lustiger Mensch, lebhaftes Kind


Wortart: Substantiv
Erstellt von: tvinz
Erstellt am: 28.05.2006
Bekanntheit: 53%  
Bewertungen: 8 0

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Gankerl
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Gunkerl
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Kommentare (9)


Herkunft
war die Bezeichnung für den Teufel, der bekanntlich viele Namen hat...
daher auch für kleine Teufel (zu lebhafte Kinder bzw. vor allem f. schlimme Buben verwendet)
auch als Drohung *benimm dich endlich oder dich holt einmal der Gankerl*
vielleicht kann jemand mehr zur Herkunft bzw. der Verbindung des Wortes *Gankerl* und einem der vielen Teufelsnamen sagen - aus ethymologischer Sicht... wäre interessant
EddieEwing 30.03.2010


Herkunft
war die Bezeichnung für den Teufel, der bekanntlich viele Namen hat...
daher auch für kleine Teufel (zu lebhafte Kinder bzw. vor allem f. schlimme Buben verwendet)
auch als Drohung *benimm dich endlich oder dich holt einmal der Gankerl*
vielleicht kann jemand mehr zur Herkunft bzw. der Verbindung des Wortes *Gankerl* und einem der vielen Teufelsnamen sagen - aus ethymologischer Sicht... wäre interessant
EddieEwing 30.03.2010


Herkunft
hier ist ein Artikel in der Wiener Zeitung zu dem Thema: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4409&Alias=wzo&cob=396278
Finstermacher 12.07.2010


Super Artikel!
daher gleich nocheinmal:
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4409&Alias=wzo&cob=396278
JoDo 12.07.2010


Link neu
Der Link zur Wiener Zeitung funktioniert bei mir nicht.

Ich habe das hier gefunden:
Feuer und Flamme für das Ginkerl,
http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wz_zeitreisen/nachgelesen/?em_cnt=36486
SeppSD 03.09.2011


Link kürzer:
http://tinyurl.com/3wwj7d9
"Roter, roter Ginginging, Feuer brennt in Ottakring,
Feuer brennt in Wahring,
bist a gselchter Haring."

Und weiter:
"...das alte Wiener Mundartwort Gankerl oder Ginkerl .. . , das "Teuferl" bedeutet. Bekannt ist die Sage von den drei Teufelchen Luziferl, Spirifankerl und Springinkerl, die als in Stein gebannte Figuren am Stefansdom zu sehen sind."
source: Wiener Zeitung v. 30.9.10

Springinkerl sei "ursprünglich der Name eines kleinen Teufels in einem Wiener Volksstück des 18. Jahrhunderts."

Im Berchtesgadener Land entspricht im Brauchtum der Gankerl dem Krampus (Wikipedia: "Buttermandllauf")
Koschutnig 03.09.2011


NÖ Auszählreim:
Gankerl, Gankerl, låss da sågn,
nåch'n Rössl geht da Wågn,
nåch'n Wågn geht da Stier,
wer braut, håt Bier,
wer båcht, håt Brot,
wer stirbt, is maustot!
source: Anton Hofer, Corpus musicae popularis Austriaceae. Gesamtausgabe der Volksmusik, Band 16, Nr. 1148, S. 172

Koschutnig 04.09.2011


Michael Hainisch (österr. Bundepräsident 1920 -1928, † 1940 ):
in seinen Lebenserinnerungen:
Als nun die Frau des Händlers mit einem Löffel in dem Schmalz herumarbeitete, sei sie, so wurde erzählt, auf ein Einsiedeglas gestoßen, in dem sich der „Gankerl" (Teufel) befunden habe. Bald stand dann das eine oder andere Bauernweib vor dem Laden, um ihre Neugierde durch den Anblick des „Gankerl" befriedigen zu können
source: Michael Hainisch, "75 Jahre aus bewegter Zeit", hg. v. Friedrich Weissensteiner, Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs, Bd. 64, Wien 1978, S. 61
Und im Lesachtaler Dialekt aus dem 19. Jh:
209. Unser Hear Pfarrer, wast wohl,
Der prödigg' üns allwa fein toll,
Mier sollt'n frumm löb'n,
Verzeich'n. vergöb'n.
Süst holt uns das Ganggerl, wast wohl.
source: [quote

Koschutnig 04.09.2011


Auch gefunden:
Gangal
JoDo 01.11.2011





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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