Dein Österreichisches Wörterbuch

a niada

ein jeder


Art des Eintrag: Wendung

Kategorie: Zwischenmenschliches

Erstellt am: 27.11.2009

Bekanntheit: 40%

Beurteilung: 3 | 1

Kommentar am 27.11.2009
A NIADA A NOAR "Ein jeder ein Narr" ist Name einer steirischen Folkformation. Der Ausdruck selbst kommt aus der Weststeiermark.

Kommentar am 27.11.2009
Anida a Noar "Robustfolklore" aus der Steiermark
[http://www.aniada.at/]
[http://www.schlosswildon.at/Reinhard-P-Grunber-und-Anida-a-Noar.153.0.html]

Kommentar am 29.10.2017
Auch weiblich (aus dem Kärntner Görtschitztal vor beinah 1 1/2 Jahrhunderten):

Seind sunst ja a paar häufte wantsche Mentscher (recht brave Dirnen), zum arbaten aber hat halt a niade ihr'n Tuk (Fehler)
Carinthia I (1873):http://tinyurl.com/y7tmct48
und auch sächlich (aus dem Gailtal):
Obn af der Alm, Steat a Gams in der Wies, A klans Bissel gern, Hat mi a niads Diendl g'wiß.
Pogatschnigg & Hermann, Deutsche Volks-Lieder aus Kärnten (1870):https://tinyurl.com/y9qugcjn
s.a. a nieder, a niede, a niedes = ein jeder. eine jede, ein jedes "a niada" bzw. "a niede, a niads" mit unrichtiger Trennung des unbestimmten Artikels 'ein/eine' vom Pronomen oder Nomen wie bei a Neichtl (= an Eichtl s. Eichterl, es dauert no an Eichterl) oder umgekehrt bei engl. 'an adder = eine Natter' íede(r) bzw. mit gesprochenem Diphthong [iə] und Betonung des í war die alte Aussprache von jéder, ehe eine Akzentverlagerung eintrat (vgl.níemand : jémand : oder níemals : jémals )

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a niada






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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