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Hülsn

die,

halber Liter Bier


Wortart: Substantiv
Erstellt von: tvinz
Erstellt am: 12.01.2006
Bekanntheit: 67%  
Bewertungen: 2 1

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Kommentare (2)


nicht ganz korrekt
unter einer hülsn wird zumeist eine flasche bier verstanden, manchmal auch eine halbliter-dose. ein krügel bier vom fass aber kaum.
meiner einschätzung nach ist die etymologische ableitung ausgegangen von der dose (metallhülse, früher zumeist nur 0,33l) und hat sich erst später auf die flasche übertragen. damit wäre der begriff sehr neu, in den mir zugänglichen ein wenig älteren wörterbüchern findet sich der begriff entweder gar nicht (u.a. wehle 1980) oder mit der übersetzung "Hut" (hauenstein 1977). erst wintersberger/artmann (1995) kennen als übersetzung "Bierflasche, Hut". das auftauchen des begriffs dürfte damit tatsächlich mit der verbreitung von bierdosen korrelieren.
in diesem zusammenhang ist ja auch die von der ottakringer brauerei popularisierte bezeichnung "16er Blech" falsch, da die brauerei damit eine dose ihres bieres bezeichnet. korrekt wäre "16er Hülsn" (siehe diese). das "16er blech" bezeichnete bislang die mehrfachpackungen von ottakringer-dosen, die an kuchenbleche erinnern. durch die werbung wird der begriff aber wohl eine bedeutungsverschiebung erfahren.
System1 23.06.2007


@System1 ja nein, Flasche ist es definitiv nicht. Eine Hülsn ist eine Dose und wer es anders verwendet gehört mit einem feuchten Fetzn erschlagen (um diese schöne Redewendung öfter zu verwenden).
Nick292238 31.12.2019





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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