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buserieren



drängen


Wortart: Verb
Erstellt von: System32
Erstellt am: 08.06.2005
Bekanntheit: 51%  
Bewertungen: 27 4

Dieser Eintrag ist als Teil des Wörterbuches eingetragen.

Kommentare (3)


Den müass ma no
a bisserl buserieren, dann haut er schon sein Haxn drauf.
klaser 31.08.2007


Weiter als in der Bedeutung des Eintrags gehen Angela und Otto Janko:
»buserieren 1. drängen, stoßen 2. Geschlechtsverkehr ausüben«
source: Janko, "Sprechen Sie Wienerisch?
Und das "Wörterbuch der deutschen Umgangssprache" (2013) erklärt :

1. Päderastie treiben.⇨Buserant.16.Jh.
2. zu-,aufdringlich sein. Wohl übernommen von Anbiederungsversuchen Homosexueller. Österr. 1900ff.
source: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache
Da wird es mit dem Buserant in Verbindung gebracht, der vom italienischen buzzerone „Buhlknabe“ herrühre.

Eine andere Erklärung findet sich jedoch bei Hans Gehl (die auch mit der Billard-Bandenspiel-Bedeutung des Buserers übereinstimmt:
»wienerisch buserieren 'stoßen, bedrängen, belästigen; sich homosexuell betätigen' aus frz. pusser d'arrière 'von hinten stoßen', aus der Billardsprache«
source: Hans Gehl, Deutsche Stadtsprachen in Provinzstädten Südosteuropas (1997) S. 46
Vom "stoßen" leitet sich der Buserer für den Zusammenstoß mit Blechschaden her, und so versteht das Buserieren daher auch ein "nömix", wenn er schreibt:
»Auf Österreichisch heißt der Crash übrigens Buserer, und mit jemand “einen Crash haben“ heißt buserieren. Und was fällt dem Duden zum Buserer ein: "Meinten Sie: Sumerer?"«
source: nömix

Koschutnig 06.12.2014





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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