Dein Österreichisches Wörterbuch

g`schmierig

geschmeidig/anschmiegsam


Kategorie: Zwischenmenschliches, Gemütszustände, Befindlichkeiten

Erstellt am: 29.07.2007

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 2 | 0

Kommentar am 29.07.2007
das ist eines jener Worte, die man nicht in eine sogenannte *schreibbare Weise verbiegen kann, weil dadurch das Wort sinnentstellt wäre. Theoretisch geht nur Geschmiere, Geschmiere ist Kritzelei oder schampiges Schreiben.
aber in diesen Fall heisst g'schmierig einfach nur g'schmeidig
zb: seit 3 Tagen kommt immer ein kleines Katzerl zu uns, das gar net g'schreckt ist, es ist recht g'schmierig und zutraulich, dauernd streicht's um meine Beine;
die Tochter meiner Schwester ist so ein herziges, g'schmieriges Kind, kaum bin ich zu Besuch und setz mich auf die Bank,sitzt sie neben mir und schmiert um mich herum (schmiegt sich an), als ob sie schon auf mich gewartet hätte.

Kommentar am 30.07.2007
Ist für mich völlig stimmig, siehe Verb "schmieren". Kenne es zwar nicht, finde es aber urherzig.

Kommentar am 31.07.2007
ich glaube ich habe die Lösung, hatte heut eine Unterhaltung :-) Das Wort ist ja uuuralt, früher gab es die Bezeichnung Creme nicht. Das kommt von der Schmiere/einschmieren: Wenn man sich die Hände einschmiert,um dann den Körper einzucremen, diese weichen anschmiegsamen Bewegungen kann man im übertragenes Sinn auf das g'schmierig umlegen.

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g`schmierig






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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