Dein Österreichisches Wörterbuch

schmeck`s, Kropferter

a) hier krieg ich keine Information b) ursprünglich: saug`s dir aus dem Daumen


Art des Eintrag: Wendung

Kategorie: Humorige Bezeichnungen

Erstellt am: 10.08.2007

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 3 | 1

Kommentar am 10.08.2007
Verwendung: Man sieht sich durch mangelhafte oder fehlende Hinweise in einer misslichen Lage und unterstellt der versagenden Seite, dass sie durch ihr (nicht-)Verhalten ausdrückt: "schmeck's, Kropferter!"

Kommentar am 10.08.2007
Allerdings weiss ich selber nicht, wie das mit dem Kropf im Zusammenhang steht?

Kommentar am 18.04.2009
Vermutung Ein Versuch: vielleicht steht Kropf (eigentlich: Struma) - wenn auch medizinisch nicht unbedingt sachgerecht - für drastische Einengung von Speise- und Luftröhre und damit für (vermeintlich?) stark beeinträchtigten Geruchs- und Geschmackssinn. Wie immer das entstanden sein mag, kann es vorwurfsvoll die Zumutung unterstreichen, dass eine von vornherein zu erwartende Information stattdessen von der/den darauf Anspruch habenden Person/en selbst (mühsam, zur Unzeit, ...) erschnüffelt werden muss.

Falls nein, ist der Kropferte wohl das Ergebnis entweder eines schwer zu erratenden und in Vergessenheit geratenen Anlassfalls, oder irgendeiner für LaiInnen nicht offensichtlichen etymologischen Entwicklung.

Korrektur der Übersetzung a): hier kriegst du keine Informationen,
vorwurfsvoll quasi den für dieses Fehlen Verantwortlichen in den Mund gelegt
(große Bandbreite - von deren absichtslosem, aber ärgerlichem Versagen
bis zu einer vorsätzlich anmaßenden Informationsverweigerung).

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schmeck`s, Kropferter






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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