Dein Österreichisches Wörterbuch

Späudel , das

Spalte, die (Frucht)


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 23.08.2007

Bekanntheit: 77%

Beurteilung: 6 | 0

Kommentar am 23.08.2007
Apfelspäudel, Orangenspäudel

Kommentar am 23.08.2007
Bitte: auch in der Übersetzung "Fruchtspalte" angeben. Ich musste das Wort drei Mal laut vorlesen, um zu kapieren, was gemeint ist. Interessant: im sonst d-dominierten Wien tendiere ich hier eher zu "späutl'. Wichtiges Wort!

Kommentar am 23.08.2007
Schneid dir ein Späutel ab!
Gibt´s das nicht im übertragenen Sinn auch: Sich was abspicken?

Kommentar am 23.08.2007
Die Redensart mit dem Späutel gibt's definitiv und könnte durchaus - so wie 'sich was abpausen' eingetragen werden. Ich weiß auch schon, von wem...

Kommentar am 23.08.2007
Na gut

Kommentar am 23.08.2007
Die Redensart kenn ich auch. Etwa: "Von dem kannst Dir a Späudl abschaun/oschneidn", oder so ähnlich.

Kommentar am 26.08.2007
die Frucht habe ich hinzugefügt aber mein *d* bei Späudl lass ich mir net nehmen, hör mal hin, ob es wirklich soooooo hart gesprochen wird, wenn ja, steht die wiener Variante ohnehin im kommentar ;-)

Kommentar am 29.09.2008
Mehr als ein Jahr (!!!) hat´s gedauert, bis die Antwort bei mir durchgesickert ist ...
Das mit dem weichen d oder dem harten t ist ganz leicht beantwortet:
Wir sagen: Weder noch!, sondern lassen den Konsonanten ganz einfach unter den Tisch fallen, um ihn durch ein prallendes ELL zu ersetzen: Späu´ll.

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Späudel






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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