Dein Österreichisches Wörterbuch

Heftl , das

Heftchen aller Art


Kategorie: Arbeitswelt, Zwischenmenschliches

Erstellt am: 21.10.2007

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 0

Kommentar am 21.10.2007
Ein sehr beliebtes Wort bei uns für Heftähnliche Broschüren und dgl: Um nur einige Beispile zu nennen: das Gutscheinheftl, das Billa-Heftl, das Notitzheftl, ein Informationsheftl, das Strickheftl, das Rätselheftl, das Klatschheftl das Romanheftl, das Comic-Heftl, und natürlich das Schundheftl, das schon wieder einen eigenen Eintrag verdient.

www.parlinkom.gv.at/pd/steno/PG/DE/XXII/NRSITZ/NRSITZ_00097/SEITE_0165.html?P_PM=SEITE_0165 Ich sage Ihnen, es ist im Budgetansatz des Innenministeriums nichts drinnen. Halten Sie mich nicht für so dumm, dass ich nicht Budgetlesen kann! (Zwischenbemerkung von Staatssekretär Dr. Finz.) Da ist nichts drinnen! Ich kann Ihnen jetzt das Heftl auch bringen, und dann zeigen Sie es mir! Beziehungsweise Sie haben das Heftl ein­gesteckt, zeigen Sie es mir gleich! Sagen Sie nicht „ja, das ist so“, wenn es nicht so ist. Halten Sie mich nicht für dümmer ... (Beifall bei den Grünen und bei Abgeordneten der SPÖ.) Was immer Sie annehmen, da ist nichts drinnen.

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

Heftl






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.