Dein Österreichisches Wörterbuch

pfiatgott

Gott behüte (dich), ein Abschiedsgruß


Art des Eintrag: Wendung

Erstellt am: 23.10.2007

Bekanntheit: 27%

Beurteilung: 3 | 0

Kommentar am 23.10.2007
Oder auch Pfiatigott (Pfüatgott) ist ein Gruss... ...der vorwiegend im ländlichen Bereich von Glaubensanhängigen verwendet wird. Gott wird in den Gruss einbezogen im Sinne von : Gott beschütze dich.

Kommentar am 23.10.2007


Kommentar am 23.10.2007


Vorschlag am 23.10.2007
ein Gruß Möchte mich mit einem "Grüß Gott" Meli anschließen. (Daumen hoch)

Kommentar am 23.10.2007
Mit "behüte" hat Meli natürlich recht. aus 'b-hüat' wurde wegen der leichteren Aussprache ein 'pfiat'. Im Bayerischen Oberland - so wurde ich zumindest durch eine Informationstafel belehrt - sagt man übrigens leicht abgewandelt: "Pfiagot", womit wir einmal etwas typisch Alpenländisches haben, mit dem wir uns von unserern bundesdeutschen Dialektbrüdern ein wenig abgrenzen können (und umgekehrt). Und es IST ein schönes Wort. Daran konnte auch die -zigmal erklungene Schlussmelodie des Musikantenstadls nichts ändern.

Kommentar am 31.10.2007
@meli, dieses hier schenk ich dir, weil du die bedeutung viel besser weisst als ich, und neeeeee, ich bin net giftig, also bitte keine unterstellungen, ich bin sogar weit davon entfernt giftig zu sein...du darfst sogar Pfiartgott schreiben und ich wünsche dir viel Freude damit

Kommentar am 16.04.2009
Falsche Deutung vorwiegend im ländlichen Bereich von Glaubensanhängigen Wahnsinn, bei uns in Bayern und bei euch Ösis ein gängiges Wort. Mit beschützen habt ihr nur zum Teil recht, ursprünglich kommst das Wort Pfüat von führt und heist so viel wie "führe euch Gott"

Kommentar am 24.04.2009
Deutung Wald/Weinviertel: Abschiedsgruß pfiat Gott = auf Wiedersehen pfiat euch Gott alle miteinander = auf wiedersehen alle zusammen (alle die da sind) pfiat Gott = behüte euch Gott

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pfiatgott






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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