Dein Österreichisches Wörterbuch

Nagerl , das

kleiner Nagel (Werkzeug)


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt, Technische Begriffe

Erstellt am: 12.12.2007

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 2 | 0

Kommentar am 12.12.2007
Dieses Diminutiv wird oftmals durch ein entsprechendes Adjektiv "verstärkt" ~ z.B. ein kleines Nagerl ...

Kommentar am 12.12.2007
Zwar interessant (besonders die doppelte Diminuierung), aber wenn Nagerl für kleiner Nagel drin steht, müssen konsequenterweise folgen: Fensterl, Bilderl, Engerl, Kofferl, Würferl, Vorhangerl, Wagerl, Knöpferl, Deckerl, ... von den vom Hochdeutschen ablautenden Diminutiva wie Schweinderl, Schrauferl/Schräuferl, ... ganz zu schweigen. Da müssma dem Russi dann bald eine neue Festplatte spendieren und auf den Namen "Reduntantia" taufen (den Sekt spendier' ich!)

Kommentar am 12.12.2007
Du, Brezi! Die Idee, DAS auch einzutragen ist auf meinem Mist gewachsen, weil es bereits Nennungen in der Bedeutung 1) (Gewürz)nelken, 2) Eierschwammerl, 3) Fingernagel
gibt. Bitte um Dein wohlwollendes Verständnis. Ums Zusammenfassen wird man fürderhin nicht umhinkommen.

Kommentar am 12.12.2007
@JoDo: Verstehe. Dass du dich gleich als "Urheber" dieses Missverständnisses meldest, spricht wieder eimnmal für deinen Gerechtigkeitssinn. Dann werma dem Russi also doch was anders zu Weihnachten schenken als wia a neiche Festblottn. Aber auch wenn ich es nicht verstanden hätte, halte ich mein Wohlwollen doch nicht für so wichtig, als dass jemand "extrig" drum bitten müsst', oder seh ich so furchterregend aus?

Kommentar am 18.12.2007
halte ich mein Wohlwollen doch nicht für so wichtig Ich schon. MIT selbigem blüht alles so schön auf, OHNE verkümmert es.

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

Nagerl






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.