Dein Österreichisches Wörterbuch

Goam

schlechtes Fahrzeug


Erstellt am: 19.12.2007

Bekanntheit: 27%

Beurteilung: 2 | 1

Beispiel am 01.06.2017
Hab das Wort heut' das erste Mal gehört, in Sabine Stiegers Lied „Radl im Dreck“: „Und i wü goa ned liagn, s'Lebn is a Goam, den muasst ziagn...“ Man lernt nie aus. :)

Herkunft am 01.06.2017
Kommt diese Bezeichnung zufällig von der dänischen Automarke Gorm? [https://de.wikipedia.org/wiki/Gorm_(Automarke)]

Kommentar am 02.06.2017
Ich denk, ich hör, dass diese "Goam"-Sängerin auch ein [b] mitsingt, also "Garben" [goɐm] (wie beim Scherben, der in Wien und Umgebung unverstanden zum "Scherm" reduziert worden ist). Wie aber ist geht's vom Feuerstoß Blumenstrauß, Bund,Gebinde,Büschel, Busch, Knäuel, Packen, Paket, Ballen, Stapel, Strauß, Strohbund zum Fahrzeug??? Oder ist sie jemand wie gewisse Ö1-Sprecherinnen, die nicht aufhören, von immer neuen "Grisen" zu berichten: Ist das, was da im "Radl im Dreck" gezogen werden muss, vielleicht das, was auch von jenen b>Kärrnern gezogen wurde, die dann am Wiener Südtor ihre Waren feilboten, weshalb das Tor im 14. Jh. vorübergehend zum "Kärner Tor"*) volksetymologisiert wurde: ein Karren [koɐn] in mittelbair. Aussprache? "Ein Grieche ist ein Kriecher nicht" war übrigens einer der Sätze, die einst die Pflichtübung "Technik des Sprechens" für Wiener Germanistikstudenten so unangenehm machten. Sprecher/innen des "erfolgreichsten Kulturradios" sollten's auch üben! *) s. etwa [http://tinyurl.com/y8t2pvr5,] S. 76

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Goam






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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