Dein Österreichisches Wörterbuch

estimieren

wertschätzen, achten, respektieren


Art des Eintrag: Verb

Kategorie: Zwischenmenschliches

Erstellt am: 04.03.2008

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 2 | 0

Kommentar am 19.10.2010
Estimieren (frz.), schätzen, estimābel, schätzbar.
Quelle:
Brockhaus Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 537.
Das ist wohl kaum ein österreichisches Wort, zumal ich es auch in D (z.B. im Kollegenkreis) hin und wieder gehört habe.

Kommentar am 06.12.2010
"estimieren" auf Sächsisch: von K in K:
"Der alle Dingrich hat misch gor ni äschtimiert, wie´r mit seiner neun Ische unnerwegsch wor ..."
aus dem LEO-Forum. "In Sachsen gibt es haufenweise so´n Zeugs." (simon 09 Sep 08)

p.s.: Hätte der verdienstvolle Bühnenreformer Gottsched (1700-1766) ("Er verjagte den Hanswurst aus dem Theater") sich mit seinen anderen Forderungen völlig durchgesetzt, säh´ heute das Standarddeutsch wohl auch so aus.

Vgl. englisch "estimate" = schätzen abschätzen, bewerten; französ. "estimer, évaluer"
engl. "esteem" = achten, hochschätzen; frz. "estimer"

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estimieren






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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