Dein Österreichisches Wörterbuch

vidieren

beglaubigen, bestätigen, unterschreiben


Kategorie: Veraltet, Historisch

Erstellt am: 10.04.2008

Bekanntheit: 73%

Beurteilung: 3 | 0

Kommentar am 10.04.2008
Keiner aus D, den ich befragte kennt dieses Wort. Es scheint dort aus dem Sprachgebrauch gefallen zu sein und in Ö gilt es auch schon als sehr verlatet. Scheint eigentlich erhaltenswert zu sein, trag es mal ein. -sh-

Kommentar am 10.04.2008
Vidierung - Begutachtung Zitat: ´Fensterauswechslung | Kleingartenwohnhaus | Neu-, Zu- und Umbauten | Werbung, Reklame | Schanigärten | Transportable Straßenstände | Temporäre Präsentationen. Ziel der Begutachtung ist die Gewährleistung der stadtgestalterischen Verträglichkeit. Sie ist ein Teil des Baugenehmigungsverfahrens.´
[http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/architektur/vidierung/index.htm]

Kommentar am 10.04.2008
Vidierung - Beglaubigung Wird von den Immigrationsbehörden ... dennoch ein Stempel der Botschaft verlangt, besteht jedoch die Möglichkeit, einen Vidierungsstempel "Seen at the Austrian Embassy" anzubringen. Erfordernisse: • persönliche Vorsprache • Reisepass • das zu vidierende (stempelnde) Dokument im Original
[http://www.austrianembassy.ae/vidierung.html]

Kommentar am 01.07.2016
Das Verb "vidieren" ist österreichisches Standarddeutsch für 1. gmd. "beglaubigen" und 2. gmd. "abzeichnen". Standard in ch: visieren (VWB) .

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vidieren






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.