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daunihauen

wegwerfen, entsorgen


Art des Eintrag: Verb

Erstellt am: 09.05.2008

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 2 | 0

Kommentar am 10.05.2008
Nachdenklich werde ich über diesen Eintrag und stoße wieder einmal auf eine mir schon öfter aufstoßende Wissenslücke. Das neudeutsche "runter" ist unter anderem deshalb so widerlich, weil damit wieder einmal eine Differenzierung verloren geht, nämlich die nach dem Standort des Sprechers, der Sprecherin. In owi/owe (obi/obe) ist der Standort ausgedrückt. Nur weiß ich leider nicht (mehr), was was bedeutet. Nun kommt mir vor, dass es sich mit dauni/daune analog verhält. Sollte das stimmen, wäre der Eintrag unvollständig. Bitte um erhellende Kommentare!

Kommentar am 10.05.2008
Erhellender Kommentar:
Der Eintrag ist perfekt :-)

dáne/dáni/daune/dauni = dán-hin = hinweg

dána/dauna = dan-her = "herweg"

Die Silbe "dan" bedeutet "weg"
und existiert standarddeutsch noch in dem Ausdruck "von dannen".

Wenn ich etwas wegschmeiße,
dann werfe ich es von mir weg,
also hinweg = dauni.



Kommentar am 11.05.2008
leider ist dieses wort schon vorhanden.. mit einer minimalen abweichung -e statt -i. bewertet habe ich nur dieses, welches meinem sprachgebrauch am nähesten kommt.
doppelbewertngen mache ich ungern und sollen deshalb diesen eintrag nicht schmälern ! lg dankscheen

Kommentar am 11.05.2008
@ klaser: owe/owi ist nur eine lautvariante - im ostmittelbairischen (im wienerischen und in teilen niederösterreichs), sagt man "owe" (eigentlich owä) - westlich der einer gedachten grenze , die irgendwo bei amstetten verläuft, sagt man "owi". was du meinst ist owi/owa - bei "owi" ist der sprecher oben und der gegenstand/mensch bewegt sich von ihm weg nach unten. bei "owa" ist der sprecher unten und der gegenstand/mensch bewegt sich von oben auf ihn zu. dauni/dauna funktioniert genauso, nur ist die bewegung hier geradlinig-horizontal und nicht vertikal.

Kommentar am 16.09.2011
im wienerischen... sind die in der bedeutung unterschiedlichen varianten: dauna/dauni - zu "daune" zusammengefallen. das gilt für alle diese richtungsweisenden umstandswörter. im wiederischen sagt man: "kumm daune" wenn man im restlichen ostmittelbairischen "kimm dauna" meint. genau so verhält es sich mit "dauni" - "daune".

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daunihauen






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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