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Freithof , der

Friedhof


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Technische Begriffe

Erstellt am: 13.05.2008

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Kommentar am 02.02.2012
Der Friedhof war der 'eingefriedete' Hof vor der Kirche
einfrieden, Einfriedung
ebenso wie der Friedhof von ahd. vrîten, frîten 'umzäunen, hegen, pflegen'.
Die Diphthongierung Frîthof > 'Freithof' ist die regelmäßige Entwicklung von Mhd. zu Nhd.(mîn wîp > mein Weib),
jedoch hat die Assoziation mit "Frieden" zur Übernahme der nicht diphthongierten Form in den Standard geführt.
Das "ie" ("langes I") ist nie als Diphthong [i.e] gesprochen worden, sondern nur Schreibkonvention nach der mitteldt. Monophthongierung (lieber guoter bruoder > li[e]ber guter Bruder), die in die dt. Hochsprache Eingang gefunden hat.

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Freithof






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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