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Konzipient

der, -s, -en

Rechtsanwaltsanwärter (jemand, der dem Anwalt etwas konzipiert)


Wortart: Substantiv
Kategorie: Arbeitswelt Amts- und Juristensprache
Erstellt von: System32
Erstellt am: 20.05.2008
Bekanntheit: 100%  
Bewertungen: 2 0

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Kommentare (1)


Auch "Rechtsanwaltsanwärter" ist rein österreichisch!
Auf Grund des unterschiedlichen Ausbildungssystems existiert kein deutsches Äquivalent. Sowohl österreichische "Richteramtsanwärter" ("RiAA") ls auch "Rechtsanwaltsanwärter" ("RAA", unter Juristen informell "Konzipienten") wären in Deutschland "Rechtsreferendare". Dte. Bundesrechtsanwaltsordnung
(BRAO), § 59 : Ausbildung von Referendaren.
Der Rechtsanwalt soll in angemessenem Umfang an der Ausbildung der Referendare mitwirken. Er hat den Referendar, der im Vorbereitungsdienst bei ihm beschäftigt ist, in den Aufgaben eines Rechtsanwalts zu unterweisen, ihn anzuleiten und ihm Gelegenheit zu praktischen Arbeiten zu geben.
http://www.gesetze-im-internet.de/brao/__59.html
Das für künftige deutsche Rechtsanwälte, Staatsanwälte und Richter gemeinsame "Rechtsreferendariat" endet mit der Ablegung des "2. juristischen Staatsexamens". An Stelle der gemeinsamen Schlussprüfung betsehen in Österreich hingegen zwei getrennte Zulassungsqualifikationen: für RAA ("Konzipient") die "Rechtsanwaltsprüfung" bzw.für RiAA die "Richteramtsprüfung". Gemeinsam war für alle "Anwärter" nur das "Gerichtsjahr", danach verlief die Vorbereitung für RAA (im Juristen-Slang "Konzipient") und RiAA getrennt.
Koschutnig 05.02.2012





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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