Dein Österreichisches Wörterbuch

Ofenkoter , der

knuspriges Fladengebäck aus Kärnten


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 09.06.2008

Bekanntheit: 0%

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Kommentar am 26.07.2014
Der Ofenkoter (andere Bezeichnung " die Trenten") ist ein Knabbergebäck aus dunklem Weizen- oder Roggenbrotteig. Nach dem Aufgehen und Überkneten werden faustgroße Ballen geformt, diese zu dünnen Fladen auseinandergedrückt und - mit entsprechenden Auflagen - im Rohr ("Ofen") knusprig gebacken. In die kleinen Vertiefungen im Fladen streicht man "Verhacket" oder Knoblauchschmalz oder Ei und sauren Rahm und versch. Würzkräuter. Auch "Lauterkoch" mit Fenchel, Kümmel oder Koriander schmeckt, oder ein Aufstrich aus Ei und halbierten Walnüssen, oder Birnmehl und "Granten" oder "Schwarzbeeren". An feuchten Auflagen muss aber gespart werden, weil der Ofenkoter sonst seinen Reiz als Knabbergebäck verliert. (Nach dem "Kärntner Kochbüchl" von Lia Miklau) "Ofenkater"-Rezepte finden sich zwar auch auf deutschen Rezeptseiten, doch muss es da zwischen dem Kärntner und dem deutschen Ofenkater bei selbem Namen wohl einen ungeheuren Wesensunterschied geben: „der Ofenkater, eine ur-norddeutsche Geschichte. Süßer Hefeteig mit Birnen und Speck“ oder „Birnen und Teig, auch Ofenkater genannt, ist wie Birnen, Bohnen und Speck oder Mehlbeutel ein typisch norddeutsches Hauptgericht“ Die Abbildungen bei dt. Ofenkarter-Rezepten lassen nie auch nur den entferntesten Gedanken an ein Knabbergebäck aufkommen.

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Ofenkoter






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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