Dein Österreichisches Wörterbuch

fett wie die russische Erde

sturzbetrunken


Art des Eintrag: Wendung

Kategorie: Zwischenmenschliches

Erstellt am: 18.08.2008

Bekanntheit: 35%

Beurteilung: 5 | 2

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Kommentar am 18.08.2008
nicht besonders österreichisch.

Kommentar am 18.08.2008
@JoDo Dabei 'in the wild' oft anzutreffen! Meine (nord-)deutschen Freunde hingegen kennen den Ausdruck überhaupt nicht.

Kommentar am 18.08.2008
ah! zur Kenntnis genommen. vlG JoDo

Kommentar am 18.08.2008
Welche Redewendungen nur in Österreich und welche nur in Deutschland vorkommen (und welche "überall") ist oft überraschend. Sehr lehrreich sind dabei die Assinger- bzw. Jauchfragen <= € 500,-- Man staunt da oft nicht schlecht. Und wenn mehrere norddeutsche Bekannte diese nette Umschreibung nicht kennen, dann wird's wohl zumindest österreichlastig sein. I gib amoi an Pluszwara fia die Korrektheit (aun der i net zweife). Fias Kennan kaun i ohne zum Liang leider nur an Nulla austäun. Owa es wean si scho no aa findn, die des kennan aa. Je'nfois hot's ma fua Kichan des Soizwossa in die Augn triebm, wiari des glesn hob. Dabei gibt's jo goa ka fette Erdn. Net bei uns und in Putinien aa net. Zu komisch!!!

Kommentar am 20.08.2008
Wås´s ned ois gibt: ´fette Erde´ sicherlich von:
Tschernosem (russ.: чернозём) - Schwarzerde.
Zitat aus ´wikipedia´: Die größten Schwarzerdegebiete befinden sich in den ungarischen (Pannonische Tiefebene), rumänischen (Walachische Tiefebene), ukrainischen, russischen und kasachischen Steppen sowie in den nordamerikanischen Prärien. ... Schwarzerde wird aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften intensiv für den Ackerbau genutzt.
Noch ein Zitat aus ´wikipedia´:
´Nach heutigem Kenntnisstand sind Schwarzerden schwarz ...´ (!)

Kommentar am 20.08.2008
@Jodo: Unvollständig zu zitieren ist "Irreführung der Behörde"!

Kommentar am 21.08.2008
@klaser: gern geschehen! Damit hast Du wenigstens bewiesen den Text gelesen zu haben. Aber bei so einer Formulierung konnte ich es mir nicht verkneifen ...

Kommentar am 21.08.2008
Zu JoDos "Schwarzerde"... fällt mir noch "Terra preta" ein (war 'ne interessante Doku in ARTE) und ist auch im Wiki zu finden. Ein überaus lesenswerter Eintrag! *lol* zu Schwarzerden sind schwarz (wird doch nicht an der Holzkohle liegen :)). Fast so gut wie in einem amerik. Weather Canal die Bemerkung, daß es in der Sonne heißer ist als im Schatten (mit Grafik! und Maxl, das im Schatten sitzt).

Kommentar am 21.08.2008
Und wenn wir.. FETT noch mit "gut" übersetzen, schließt sich der Kreis. ('Echt fett'->TV) Fettes Gehalt etc... Und irgendwo im Rotwelsch oder Jiddischen wird es sicher auch noch ein Erklärung dafür geben.

Kommentar am 21.08.2008
Danke "ChrisB" für die ausgesprochen geist- und lehrreiche Geschichte mit der "Terra preta". Davon hab´ ich noch gar nichts gehört! Und - wenn´s wahr ist - wär das ja ein Lichtblick in der Klimadiskussion!
Und das mit der Holzkohle trifft der Sache ziemlich ins Schwarze (!)
Klaser hatte natürlich recht, da habe ich unvollständig zitiert, es geht ja im Text mit der Erklärung weiter. Aber so erfährt man halt, wer sich wirklich für was interssiert. lG JoDo

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fett wie die russische Erde






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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