Dein Österreichisches Wörterbuch

Spitzbartl , der

Krampus


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 05.12.2008

Bekanntheit: 80%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 05.12.2008
Wann wenn nicht heute!!!!

Kommentar am 05.12.2008
"Teiflischi Begleiter. In ganz Eschtrich un Bayern dr Krampus, an mänke Ort aü Kramperl, Krempalar, Bartl, Spitzbartl, Klaubauf oder Hidlbua gnännt. Diä schwarz Gstalt het e ferchtigi Larve uf (dert sait mer Maske).
Aus Wikipedia, "Nikolausbegleiter"
[http://als.wikipedia.org/wiki/Nikolaus-Begleiter]

Oberösterreichisches Sagenbuch:
Ein Knecht in Naarn lebte in arger Not und rief eines Abends den Teufel. Der trat auch schon als Jäger mit einem Sack voll Geld ein. Dafür sollte der Knecht in drei Tagen den Namen des Teufels wissen, "wånn net, ghört dei Seel mein". Dem Knecht war es recht. Am ersten Tag fielen ihm viele Namen ein, am zweiten noch mehr, so daß er sich gar nicht mehr auskannte. Am dritten Tag kam ein Bettelweib ins Haus. Sie hatte auf den Teichtmiesen einen grünen Jäger mit einem Spitzbart und einem Roßfuß über den Zeitlinger Bach hin und her springen gesehen. Dabei rief er immer:
"Guat, daß da Bauanknecht net woaß, Daß i Spitzbartl hoaß."
So erfuhr der Knecht den Namen und drängte die Bäuerin, dass sie dem Weib einen Stritz Butter gab. Als nun der Teufel kam und höhnisch fragte, wie er heiße, sagte der Knecht: "Peperl?" "Na!" "Hansl?" "Na! Na!" "Dånn hoaßt går Spitzbartl?" Zornig musste der Teufel dem Knecht das Geld lassen und verschwand.
(Oberösterreichisches Sagenbuch, Nr. 204: Der geprellte Teufel. sehr ähnlich Nr. 205, 206, 207 www.sagen.at)

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Spitzbartl






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.