Dein Österreichisches Wörterbuch

Hackl ins Kreuz hauen

intrigieren; hinterrücks angreifen


Art des Eintrag: Wendung

Kategorie: Zwischenmenschliches, Gemütszustände, Befindlichkeiten, Humorige Bezeichnungen

Erstellt am: 03.03.2009

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 3 | 0

Beispiel am 16.08.2014
* «Einen Hang zu "garstigen Geschichten" ortet Häupl bei der ÖVP: "Ich gebe nur das Stichwort Klestil. Wenn einem ein solches Hackel ins Kreuz fliegt, um es einmal bildhaft auszudrücken, dann braucht man sich nicht weit umschauen. Das kommt immer aus der Nähe, weil Hackeln fliegen nicht weit." » (News.at, 17. Juli 2005 ) * «„EU schmeißt uns Hackl ins Kreuz!“ [...] Diese Schmarotzer in Brüssel kassieren uns kräftig ab, um uns danach sofort, wie wir Österreicher sagen, das Hackl ins Kreuz zu schmeißen! » ( Krone.at, 17.12 2009) * « Wenn die einen Mölzer, die anderen Haider aus der Partei ausschließen wollen, ist die FPÖ auf dem richtigen Weg [...] ein gewisser Genuss ist mir die blaue Selbstzerstörung schon: zu erleben, wie das blaue Wien längst Istanbul geworden ist – niemand kann sicher sein, morgens nicht mit einem Hackl im Kreuz zu erwachen; zuzusehen, wie die Herren mit Schmiss einander rücklings erdolchen... » ( profil.at, 24.3.2005)

Herkunft am 16.08.2014
Das Kreuz ist der Rücken, das Hackl eine kleine Axt. Zur Popularisierung und zum Eingang der Phrase in den österreichischen Sprachstandard trug das letzte in einer Reihe von Kabarettprogrammen von Carl Merz, Helmut Qualtinger und Gerhard Bronner bei: “Hackl im Kreuz“ 1959 im Neuen Theater am Kärntnertor

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Hackl ins Kreuz hauen






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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