Dein Österreichisches Wörterbuch

Gfickert , das

Ungeziefer, Kleintiere


Art des Eintrag: Verb

Kategorie: Natur

Erstellt am: 01.04.2009

Bekanntheit: 55%

Beurteilung: 4 | 1

Kommentar am 01.04.2009
Mir leider völlig unbekannt. Beispiele?

Beispiel am 26.04.2017
z.B. bei Franz Stelzhamer:

„Fert ham s’ mi gmartert: Sollt Thierquäler wern, Und du mein Gott und mein Herr! Han ´s Gviggat so gern. Iebl is ´s nöt zun ändern, Ma wird dazue d’neth, Do mit Fleiß hai mei Löbta Kain Keferl datret.
„Drei truzigö Gsanga; 1. ‘s Roßfleisch“:http://www.stelzhamerbund.at/literatur/uber-stelzhamer/


Kommentar am 25.06.2018
Wenn meine Großmutter die weiße Bettwäsche zum Trocknen ins Freie hing, konnte es schon einmal passieren, dass diese von den Bienen oder gar Tauben angeschmutzt wurde. Ich hörte Oma dann immer schimpfen "dieses Gfickert hat uns grad noch gefehlt". Als ich später in die Mittelschule kam und den Begriff "Gfickert" in einer Deutschschularbeit sozusagen als Oberbegriff für alles, was fliegt, verwendete, wurde mein Vater in die Schule zitiert
Seniorkom.at, lionsun am 14.05.2010:https://tinyurl.com/y8d3qaz5


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Gfickert






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.