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Gscherter , der

Wiener


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 18.08.2005

Bekanntheit: 38%

Beurteilung: 3 | 5

Kommentar am 23.10.2006
in OÖ wird mit gscherter Wiener eher die derbe Aussprache in Verbindung mit dem typischen Wiener Dialekt gemeint. zb. der Mundl (Film: Ein echter Wiener geht nicht unter)

Kommentar am 01.12.2007
Da ich vom Land komm, und seit Jahren aber Wiener bin, weiß ich, daß mit Gscherter leicht abwertend die Bevölkerung anderer Regionen/anderer Bundesländer beschimpft wird. Also die Wiener sagen das zu den Tirolern, und Landbewohner titulieren so die Wiener.

Kommentar am 14.02.2010
A "Gscherda" ist ein Nicht-Wiener, vorzugsweise ein Steirer, Oberösterreicher oder Tiroler!

Kommentar am 14.02.2010
Eine der Erklärungen für die "Gscherten" - (eigentlich sind dies die Leute außerhalb der Haupt- und Residenzstadt Wien) ist,
dass dem unfreien Landvolk das lange Haar der Edlen und Freien nicht gestattet war.
Sollte diese Erklärung zutriffen, wäre es eine Parallele zu den "Roundheads" im England des 17. Jh., der Partei der Parlamentarier, die sich als Opposition der royalistischen Torys mit der Volksmasse (theoretisch) solidarisierten.

Die Verachtung für das Landvolk zeigt sich ja auch im Wort "Tölpel",
das aus dem Dorfbewohner (Dörper > Dörpel > Tölpel = Dörfler) entstanden ist.

Siehe aber auch die Kommentare zum Eintrag
Gscherter - Geschorener, Leibeigener
Gscherter

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Gscherter






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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