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den Scherben aufhaben


[ den Scherm aufhaben / aufham ]

das Nachsehen haben


Wortart: Wendung
Referenz: 1338
Erstellt von: Russi
Erstellt am: 18.08.2005
Bekanntheit: 89%  
Bewertungen: 43 4

Dieser Eintrag ist als Teil des Wörterbuches eingetragen.

Kommentare (5)


Nachtrag aus gegebenem Anlass, für die, die´s nicht wissen:
Der Scherben - Scheam ist der (gefüllte) Nachttopf, den aufzuhaben einer mittleren Malaise gleichkommt.
JoDo 11.05.2008


auch vielleicht:
im Schlamassel stecken. "Nã jetz hãmma den Scherm auf!" ~ "Jetzt haben wir den Salat"
Brezi 23.10.2008


Ich habe das Stichwort auf Koschutnigs Vorschlag hin "standardisiert"
und hoffe, dass das nicht zu übergriffig war.
Brezi 24.10.2008


den Schearm auf haben
in der Oststeiermark und im südlichen Burgenland bezieht sich dieser Ausdruck praktisch ausschließlich auf einen auf den Kopf aufgesetzten(gefüllten?) Nachttopf (Nachtscherm, Nachtschearm, Schearm), freundlicherweise vielleicht auch auf einen Blumentopf oder eine ähnliche unpassende Kopfbedeckung
roots 09.05.2009


'Schearm'
so wie 'stearm', 'fearm', gearm', 'Earm' (sterben, färben, gerben, Erben)???
Günter Nenning u.v.a. (Au)hirsche ließen/lassen das -b- weg, vgl. "Grantscherm", sodass das Wort gar nicht mehr begreifbar ist.
Scherben: Gefäß vgl. "Kachel" fürs Gefäß, ein "Pars pro toto" so wie " das Leder" für den Fußball
Koschutnig 11.05.2009





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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.
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