Dein Österreichisches Wörterbuch

Zehring , die

Leichenschmaus


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Zwischenmenschliches

Erstellt am: 28.12.2009

Bekanntheit: 33%

Beurteilung: 0 | 1

Kommentar am 06.01.2013
Kurios, wie Wörter sich entwickeln:
Die Zehrung (= Verpflegung; s.a. "verzehren", "Zehrgeld", "Zehrpfennig", "Wegzehrung" - ursprünglich bedeutete es "[Essbares] zerreißen, verbrauchen, vernichten") wird ohne nähere Bestimmung eingeengt auf die letzte Leichen-Zehrung (da isst man dann, was wohl die Wegzehrung für den Verstorbenen auf seinem letzten Weg sein sollte),
dann ändert man ohne wirklichen Grund den Vokal der Nachsilbe, die das Verb zum Nomen gemacht hat,
und schließlich wird diese Nachsilbe sogar noch verunstaltet zu einer, die eigentlich einem Adjektiv gebührt:
" ich kenne es aus dem raum OÖ auch als "die zehrig" schreibt unter dem Eintrag "Zehrung = Totenmahl" jemand aus Wien 5.,Margareten am 12.7.08

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Zehring






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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