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in die Schule gehen (2)

auf die Schule gehen


Art des Eintrag: Wendung

Kategorie: Arbeitswelt

Erstellt am: 09.05.2010

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 0 | 2

Kommentar am 09.05.2010
Während in Deutschland Schüler beispielsweise auf das Goethegymnasium gehen, gehen sie in Österreich in das Goethegymnasium.
Was ja auch logischer ist, ein Unterricht auf dem Dach wäre wohl nur wenig zielführend...

Kommentar am 09.05.2010
Wir sind doch IN die Schule, aber
AUF die UNI gegangen, war´s nicht so?

Kommentar am 12.05.2010
@JoDo: ja, stimmt natürlich.

Ansonsten fiel auch mir zum ersten Mal auf, dass "in die Schule gehen" zwei Bedeutungen hat - wie in beiden Einträgen bestens dokumentiert.

ZurSchule heißt in Deutschland: a) auf dem Weg dorthin sein (um dort Unterrichtsstunden über sich ergehen zu lassen), b) Schüler sein auf die Schule xy gehen heißt in Deutschland: Schüler dieser Schule sein. Das ist das erste Mal, dass ich über ostarrichi etwas über den Sprachgebrauch in D lerne.

Kommentar am 18.07.2016
@Brezi, regional gibt es sicher Unterschiede, auch in Deutschland. In meiner sächsischen Heimat kenne ich das so: a) auf dem Weg zur Schule sein: "ich gehe in die Schule" oder "ich gehe zur Schule" - beides ist möglich und gilt auch für höhere Schulen, "ich gehe ins Gymnasium" oder "... zum Gymnasium" bzw. "... in die Uni" oder "... zur Uni" b) Schüler sein in einer bestimmten Schule: "ich gehe in die XY-Schule"; aber bei höheren Schulen: "ich gehe aufs XY-Gymnasium" bzw. "... auf die XY-Universität" c) Schüler sein allgemein: "ich gehe zur Schule"; bei höheren Schulen: "ich gehe aufs Gymnasium" bzw. "... die Uni" Hier ein sicher noch einigen aus den 1960'ern bekanntes Beispiel aus Manuelas Song: "Ich geh' noch zur Schule, ich hab' keine Zeit. Ich muss noch viel lernen, darum tut es mir leid, so leid. Ich geh' noch zur Schule, doch wenn das Schicksal es will, ja, dann komm' ich durch die Prüfung im nächsten April."

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in die Schule gehen (2)






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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