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schwalbeln

flunkern, der Fantasie freien Lauf lassen


Art des Eintrag: Verb

Kategorie: Zwischenmenschliches

Erstellt am: 09.07.2011

Bekanntheit: 36%

Beurteilung: 2 | 0

Kommentar am 09.07.2011
Beispiel: "Jetzt schwalbelst aber, ganz so wars wohl nicht!

Kommentar am 09.07.2011
Nicht sicher war sich der Edle von Strehlenau alias Nikolaus Lenau: in einem Brief an seinen Bruder v. 8./9. Juli 1834:

""Laß mich noch ein bißchen fortschwa... ich weiß nicht, sagt man schwalbeln oder schwabeln, mit offenem schwäbischem A? - Aber all eensch! Schwalbe und Schwabe und Schwatze beginne mit Schwa"
Nikolaus Lenau, Werke und Briefe V (1992):http://tinyurl.com/6d9xtea
Keinen Zweifel hatte Karl Kraus
"Schwalbeln Sie mir nichts vor!"
Karl Kraus, Die Fackel, (4.10.1906):https://tinyurl.com/z8ovbzd
Und in einer ziemlich unbekannten Komödie sieht man: Auch Arthur Schnitzler war damit vertraut:
Also, der hat die Herren daran erinnert, die zuerst was vom Redaktionsgeheimnis geschwalbelt haben, dass der Verfasser ausdrücklich erklärt hat, alle Konsequenzen zu tragen.
Arthur Schnitzler, Fink und Fliederbusch (1917):https://tinyurl.com/ycnfknh9
gekannt:

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schwalbeln






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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