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Kretzl , das

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Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 07.09.2011

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Kommentar am 07.09.2011
Zum Unterschied vom Wiener "Grätz(e)l/Gretzl", das ein Gruppe von Häusern und Straßenzügen meint, besteht dieses "Kretzl" aus Menschen - und das 1. Beispiel aus dem NÖ Landtag von 1880 demonstriert, dass dieses "Kretzl" ein sehr altes und feines (?) Wort ist: *"...wenn in einer Gemeinde nicht gerade zwei Parteien, sondern nur ein ganz kleines Kretzl besteht, die gegen die Gemeinde agieren..." Stenographische Protokolle des niederösterreichischen Landtages, Ausgaben 1-21 (1880), S. 189. [http://tinyurl.com/3ss72ep] * "Das 'spinnerte Kretzl', wie die Dichterrunde von den Salzburgern genannt wurde, erregte Aufsehen, und Trakl galt auch innerhalb der Familie zunehmend als Sonderling und Spinner."Hans Weichselbaum: "Georg Trakl", 1994, S. 51.[http://tinyurl.com/3o9vpno] *Wir sind das Kirchberger Kretzl" [http://web.me.com/tomnold/sKirchberger_Kretzl/Home.html] * "Wir haben ein Kaffeehaus in Hobart (Austr.)[...] finanziert, da wir dorthin auswandern wollten. Es lebt dort ein ganzes Wiener Kretzl: die alte Bodenwieser etz.""Herzmanovsky-Orlando, Werke in 10 Bänden, Bd. 8 (1989), S. 303. [http://tinyurl.com/3cpj7sd] *"..drückte ihn die Ungewißheit über das Schicksal seiner Freunde nieder. Was von dem ' alten Kretzl' aus der schönen Zeit der Illegalität noch übriggeblieben war ..." Joseph Buttinger. "Am Beispiel Österreichs" 1953, S.152. [http://tinyurl.com/3cmj2zv]

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Kretzl






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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