Dein Österreichisches Wörterbuch

Präpotenz , die, --, keine

Überheblichkeit


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 20.10.2011

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 2 | 3

Kommentar am 20.10.2011
in D "bildungssprachlich", hier verwendet's jeder Klachl. Nomen zu "präpotent" DUDEN: Präpotenz
1.[lateinisch praepotentia]
(bildungssprachlich) Übermächtigkeit
2.(österreichisch abwertend) Aufdringlichkeit, Frechheit, Überheblichkeit
*derSTANDARD.at:'Cordoba - Das Rückspiel', eine Satire über die deutschen Gastarbeiter und Numerus-clausus-Flüchtlinge, das geheimnisvolle Spannungsfeld zwischen Präpotenz und Minderwertigkeitsgefühlen und den Kampf der Kulturen zwischen dem großen und dem kleinen Bruder deutscher Sprache. (Radio-Tipps, 27. 5. 2011) * DIE PRESSE :"Neigung zur Präpotenz": ÖVP attackiert Staatsanwälte. Die ÖVP reagiert mit heftigen Attacken auf die Kritik der Staatsanwälte an Justizministerin Claudia Bandion-Ortner. Die Staatsanwaltschaft sei offenbar "ein Staat im Staate mit der Neigung zur Präpotenz", erklärte ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf am Dienstag (12.4.2011 * Salzburger Nachrichten: Wer sich immer wieder ärgern muss über Ignoranz oder Präpotenz der Nichtstuer und Verharmloser aus den Reihen von Politik und Wirtschaft.Wer also ein ganz normaler Österreicher ist [...] (11. 7. 2011)
Ob aber auch der folgende Beitrag in der ZEIT von einem Österr. herrührt? Auf hundert Meter Entfernung sieht man ihm den uncoolen Streber an, den Energiestau ruckartig überspielter Präpotenz. Sarkozy ist das Gegenteil von geschmeidig, das heißt ein bisschen terrierhaft. (DIE ZEIT, 16.04.2009)
Dort scheint man das Wort zu lieben, denn DWDS bringt 36 weitere Beispiele aus der ZEIT: [http://www.dwds.de/?qu=pr%C3%A4potenz]

Kommentar am 23.10.2011
Hätt´ ich nicht gedacht, dass das ein unsriges Wort ist.

Kommentar am 05.11.2011
i wüll jo net präpotent sein, aber irgendwie bezweifle ich doch ernsthaft, daß es sich bei "Präpotenz" um einen rein österreichischen Begriff handelt...

Kommentar am 05.11.2011
siehe Adjektiv Hat mich auch überrascht, eventuelle Diskussionen darüber aber vielleicht unter dem Adjektiv, damit es dort zusammengefasst ist:
präpotent - überheblich
( präpotent)


Kommentar am 05.11.2011
Rein österreichisch? Nein, doch wenn das Wort in D als "bildungssprachlich" eingestuft wird (s. Duden [http://www.duden.de/rechtschreibung/Praepotenz] ), dann, so denk' ich, macht seine alltägliche und abwertende österr. Verwendung, auf den alle Wörterbücher hinweisen, den Eintrag relativ gerechtfertigt.

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Präpotenz






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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