Dein Österreichisches Wörterbuch

kasperloid

narrenähnlich, narrenhaft


Erstellt am: 29.11.2011

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 3 | 0

Kommentar am 29.11.2011
Erneut fiel mir ein Wort hier im Ostarrichi auf, aus dem wie es scheint größeren
regionalen Wortschatzes aus Klagenfurt. Oder ist dieses Wort weiter in Ö bekannt?

Denke eher, es handelt sich um Jugendsprache? oder tatsächlich um Neo-Austriazismus ?
Es hat sichtbar Ö-Wurzeln, da der Verbreitende /Erschaffer dieses Begriffes aus selbigem
Land kommt.

Kommentar am 29.11.2011
Wortbildungsanalyse dazu: Nomen 'Kasper' + Formativ '-oid'
-oid: Neoklassisches Formativ mit der Bedeutung: "ähnlich" für fachsprachliche Ajektiva und
Nomina z.B. -oid:
psychoid, paranoid, hysterioid...
Ein Formativ wird in der Wortbildung verwendet, wenn die allgemeinen Wortbildungsregeln für die
Ableitung eines Wortes ein bestimmtes Wort voraussetzen, das es nicht gibt.

"kasperloid" bezeichnet demnach eine Eigenschaft ähnlich zum Kasper, der (zu Unrecht) dem
Volk der Narren zugeschrieben wird: narrenhaft zu sein.


Kommentar am 29.11.2011
Unter dem Nomen (Hauptwort) Kasperloid könnte es sich unter Umständen in einer weiteren Variante um die Ausspracheversion
der „Kasperleute“ handeln, also Narren.
Ein weitere Eintrag der überlegenwert wäre...........

Oder ?

Kommentar am 30.11.2011
Wie gesagt: kasperloid!

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kasperloid






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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