Dein Österreichisches Wörterbuch

Berufungswerber , der

Berufungskläger


Erstellt am: 11.01.2012

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 2 | 0

Kommentar am 11.01.2012
Per PN zugesandt: Hallo Jo(0)o :) Habe ein Wort entdeckt, dass ich dieser Tage im Internet entdeckte und für Ostarrichi gut passen könnte - Berufungswerber. Finde es nur auf Seiten in Österreich und hatte gar Mühe dies auf eine deutsche adäquate Übersetzung zu bringen. Es scheint ein echtes Ö-Wort zu sein. Über die englische mir eher bekannte Bezeichnung "appelant" wurde es mir im Dictionary übersetzt mit: Berufungskläger. Wenn Du/Sie magst kannst gerne eintragen. LG ....

Auch mir scheint dieses Wort eher dem Sprachraum von Ö zugehörig zu sein.
Daher nahm ich den Vorschlag gerne an. Meine PN-Box nimmt gerne Anregungen auf !

Kommentar am 11.01.2012
"Bw" Berufungswerber in deutscher Zeitschrift:

Auf einem vergrößerten Ausschnitt der Photographie ist das Kennzeichen des vom Berufungswerber geführten Luftfahrzeuges zu erkennen [...] Entgegen dem Vorbringen des Berufungswerber kann die Behörde [...] in ihrem Vorgehen keinen Verfahrensmangel erblicken, zumal der Berufungswerber selbst zugesteht, die Originalabschrift ohne Schwierigkeit zu verstehen. Gerade die Hinweise auf - als solche erkannte - Schreib- und Übersetzungsfehler zeigen, dass der Berufungswerber den Text sehr wohl verstanden hat.
Revue allemande de droit aérien et spatial, hg. v. Institut für Luft-und Weltraumrecht der Universität Köln , Bd. 40 (1991):http://tinyurl.com/7d7sfxu
Aber auch wenn hier eine deutsche Zeitschrift mit einem frz. Titel über "Berufungswerber" schreibt, handelt es sich doch um Österreichisches ("über dem dichtbesiedelten Gebiet von Wien"). In gerichtlichen Texten ist übrigens die Abkürzung "Bw" gebräuchlich - für beide Geschlechter!

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

Berufungswerber






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.