Dein Österreichisches Wörterbuch

trumm

groß


Art des Eintrag: Adjektiv

Kategorie: Veraltet, Historisch, Orts- und Raumangaben

Erstellt am: 06.08.2012

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 06.08.2012
Einzahl zu trümmer wie von JoDo angeregt - da als Adjektiv noch nicht hier eingetragen.

Kommentar am 06.08.2012
Genau! Beispiel:
A trumm Waa - Eine große Delle
A trumm Stöödsn - Eine große Stelze.

Kommentar am 07.08.2012
Abgetrennt oder nicht abgetrennt -
Zu "Trum" finden sich als Beispiele von JoDo: "ein T. Holz; (großes) Stück abgetrennter Eßwaren: ein T. Fleisch, (von) Wurst; ein Trumm Brot"
Wo ist da der konkrete Unterschied von "trumm" zu "Trumm" Trumm
bzw. "Trum" [http://www.ostarrichi.org/buch-920-3732-Trumm.html] ?
Ist's - groß oder klein - nicht doch dasselbe Wort?

Kommentar am 07.08.2012
der Unterschied ist... ...ein Trumm (von einem) Schnitzel = substantivisch. a trumm Stözn = adjektivisch.

Kommentar am 07.08.2012
ähem, die Beispiele sind von mir nur zitiert, die darfst mir nicht im urheberrechtlichen Sinn in die Schuhe schieben!
[http://www.dwds.de/?qu=trumm]
Kritikpunkt meinerseits am Eintrag ´920´ war das fehlende Doppel-m.
Auf DIE Idee, dass das Wort drüben NUR als Hauptwort in Verwendung ist, bin ich damals gar nicht gekommen.

Kommentar am 07.08.2012
Die Funktion (© Koschutnig) des verselbständigten Präfixes wird deutlich beim Gebrauch mit einem femininen Nomen: Man sagt ja nicht mehr: "Mit einem Trumm (von) Stelze" sondern "mit aner trumm Stelzn" - der Artikel bezieht sich also nicht auf das Trumm, sondern auf die Stelze ("Trummstelze"?)

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trumm






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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