Dein Österreichisches Wörterbuch

schiech

häßlich


Art des Eintrag: Adjektiv

Kategorie: Veraltet, Historisch

Erstellt am: 03.03.2013

Bekanntheit: 100%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 04.03.2013
Seit 2012 als "hässlich" vorhanden * schiach = hässlich Zur angeblichen Verwendung "gehoben", zu den angegebenen Kategorien "veraltet, historisch" und zur Aussprache "schiech":
Bereits im Mittelhochdeutschen wurde das Wort mit den Bedeutungen 'scheu', 'verzagt'; 'abschreckend'; 'scheußlich', das nicht in den deutschen Standardwortschatz aufgenommen worden ist, sondern nur im Bair.-Österreichischen hauptsächlich in den Bedeutungen 'hässlich'; 'zornig'; 'Furcht erregend' überlebt hat, genau so wie in der heutigen bairisch-österr. Dialektaussprache [ʃɪɐx]oder [ʃɪəç] gesprochen.
Da das Wort in den bair. Dialekten wegen des Fehlens von "hässlich" fast die einzige Möglichkeit darstellt, das Gegenteil von "schön" auszudrücken, ist es völlig unsinnig, das alltägliche Wort als "veraltet" und "historisch" bzw. seine Verwendung als "gehoben" zu bezeichnen. Es ist verwandt mit 'schüchtern', 'scheuen', 'scheu', 'die Scheu' 'scheuchen', '(Vogel-)Scheuche' (alle vom ahd. "scioh" [skɪox]= 'schüchtern') Nach dem Ersteintrag wurde das Wort auch in verschiedenen weiteren Bedeutungsvarianten eingetragen: * schirch (schirch = hässlich, unangenehm) * schiach (schiach = zornig) * schiach (schiach = unfreundlich, böse) * schiach(schiach = verzagt, Angst machend)

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schiech






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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