Dein Österreichisches Wörterbuch

Croquis , das, [s], [s]

vorbereitete Unterlagen des/der vorsitzführenden Parlamentspräsidenten/in


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Amts- und Juristensprache

Erstellt am: 24.08.2014

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Kommentar am 24.08.2014
Allgemein ist ein Croquis (frz. „Skizze“) eine flüchtige Skizze in der Kunst, Architektur, Kartographie u.ä., s. hier Die Schweizer schreiben’s „Kroki“, und da gibt’s etliche mit Spezialbedeutungen. Mit einem Verweis auf "Kroki" ('Riss, Plan, einfache Geländzeichnung') findet sich "Croquis" auch in meinem Fremdwörter-DUDEN. In Österreich ist ein Croquis aber auch etwas ganz Spezielles, eine Art detaillierter Schwindelzettel für vorsitzführende NR- oder BR-Präsidenten/innen, damit bei der Abwicklung der Sitzung ja nichts schiefgeht. Sonderbarerweise wird aber auch die durch und durch gründliche Stellungnahme des Generalprokurators an den Obersten Gerichtshof als "Croquis" bezeichnet. Abg. Maurer hat getwittert: «Jetzt die Abstimmung zu den Luxuspensionen. Das Croquis (Dokument mit dem genauen Ablauf aller Anträge) hat 50 Seiten - das wird kompliziert»[https://twitter.com/sigi_maurer/statuses/477071510235267072]

Beispiel am 24.08.2014
* Ein komplettes NR- „Croquis“ findet sich hier: [http://tinyurl.com/kp7jhe4] « MODIFIZIERTES POLITISCHES CROQUIS 67. NR-Sitzung – Donnerstag, 20. Mai 2010, 9 Uhr inklusive dringliche Anfrage, Entschließungs- und Abänderungsanträge FRAGESTUNDE Fragestunde an den Bundesminister für Landesverteidigung und Sport TOP 1: Bericht des Finanzausschusses über den Produktpirateriebericht 2009 des Bundesministers für Finanzen (III-123/738 d.B.) INHALT:.... » Und ein Croquis im Obersten Gerichtshof, das das schnelle Ende einer kurzen Ministerschaft bedeutete: « FORMAT online berichtete als erstes Medium über die Kernaussage: „Justizsensation – Generalprokurator revidiert die Bawag-Urteile“. Bei den neun Bawag-Angeklagten sorgte die Meldung naturgemäß für Jubelstimmung. Denn das Croquis, wie die Stellungnahme der Generalprokuratur genannt wird, zerpflückt das erstinstanzliche Bawag-Urteil vom 4. Juli 2008 auf dramatische Weise. Für die dafür verantwortliche Richterin und nunmehrige Justizministerin Claudia Bandion-Ortner ist das Expertenpapier eine schallende Ohrfeige. [...] Weil der Oberste Gerichtshof (OGH) in acht von zehn Fällen das an ihn geleitete Croquis, übernimmt, kommt der aktuellen Stellungnahme eine besondere Bedeutung zu» [http://www.format.at/articles/1042/525/308862_s8]

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Croquis






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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