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alm

immer


Art des Eintrag: Adverb

Erstellt am: 25.08.2015

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Kommentar am 25.08.2015

* Sunst habn sie alm nur gschimpft über di, (S.11) * "Kreuzdunder und Stearn fix, er ist alm 's gleiche Boanergstöll“ (S. 42) * Mier ist aa nit alm ring, wenn i aa Lustigs sing. 's stöckt oft hinter an lustign Lied recht a schwars Gmüet (S. 47)
Karl Schönherr, Gesammelte Werke 1(1927):http://tinyurl.com/pt2fuzq
»Mei Muetter hat alm gsagg, i war beim Erdäpfelsetzen auf die Welt kemmen: Und sell kannt im Mai der Fall gewesen sein!« […] Der gute „Doktor“ tröstete den feinen Herrn mit den Worten: »Recht arg fehlt's bei Ihnen nicht. Solang beim Essen nicht das Beuschl (Lunge) auerkimmp, isch alm no a Mittl!«
Hans Fink, Weil mir's g'fållt. Volkshumor aus Südtirol (1995):http://tinyurl.com/njoogpe
Ob zum Heimgehen die Sonne schien oder der Mond, oder ob es stockdunkel war, das war ihm gleichgültig. "Man geat z'nåchts schneller als beim Tåg", pflegte er zu sagen, "då schaut man nit links und nit rechts und måcht längere Schritt. Z'nåchts hun i mit mir hålt ålm den gröaschtn Dischkurs!"
Der Stipflgeist, Sagen.at:http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/tirol/telfs/derstipflgeist.html
„O mei' Wettl [...] — bist ja alm a guete Haut g'wesen."
Anton Renk, Kraut und Ruebn (1904), Sagen.at:http://www.sagen.at/doku/renk_kraut/menigil.html


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alm






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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