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Kehrlecken

wunde, entzündete Lippen; Lippenherpes


Art des Eintrag: Substantiv

Erstellt am: 07.11.2015

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 07.11.2015

Wenn man von einem Geiste angeweht oder geküsst wird, bekommt man Kehrlecken .
Ignaz Vinzenz Zingerle, „Sitten, Bräuche und Meinungen des Tiroler Volkes“(Innsbruck 1871):http://tinyurl.com/nj8bor9
Ein Schelm, wer jetzt was Unanständiges denkt! Die Kehrlecken sind nämlich
„eine entzündete Stelle an den Lippen, durch scharfe Kälte und andere elementare Einflüsse entstanden"
Schöpf, Tirolisches Idiotikon, Innsbruck 1865:http://tinyurl.com/q2k7qmz
Das Gegenmittel kannte man in Ranggen, Bez. Innsbruck Land:
Weihwasser und Fensterschwitz vertreiben die Kehrlecken
Ignaz Vinzenz Zingerle, „Sitten, Bräuche und Meinungen des Tiroler Volkes“(Innsbruck 1871):http://tinyurl.com/ptgrzoe


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Kehrlecken






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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