Dein Österreichisches Wörterbuch

Mehrdienstleistung , die, -, -en

Mehrarbeit, Überstunden


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt, Amts- und Juristensprache

Erstellt am: 10.02.2016

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 10.02.2016
"österreichisch amtlich" sagt Duden und erklärt dann unrichtig:

"über den vertraglich festgelegten Rahmen hinaus erbrachte Arbeitszeit, die durch Freizeit ausgeglichen werden kann"
Duden:http://tinyurl.com/zsru9t8
Duden irrt insofern, als der Zeitausgleich nicht für jede Mehrdienstleistung gilt bzw. möglich ist. Mehrdienstleistungen an Sonn- und Feiertagen sind nicht durch Freizeit ausgleichbar. Das neue Wiki des Bundeskanzleramtes weiß es genau:
Eine Mehrdienstleistung liegt vor, wenn die Dienstzeit die auf Anordnung [...] über die regelmäßige Wochendienstzeit hinaus überschritten wird. [...] An Werktagen erbrachte Mehrdienstleistungen die nicht im betreffenden Kalendervierteljahr durch Freizeit ausgeglichen wurden, gelten mit Ablauf des Kalendervierteljahres als Überstunden. Mehrdienstleistungen an Sonn- und Feiertagen gelten in jedem Fall als Überstunden und sind nicht durch Freizeit ausgleichbar.
DiReSy:https://diresy.bka.gv.at/index.php/Mehrdienstleistung_und_%C3%9Cberstunde
In D wird im öff. Dienst die "Mehrarbeit" vergütet: Tarifsätze siehe hier:[http://tinyurl.com/znpyacs]

Um neue Kommentare einzufügen oder an einer Diskussion teilzunehmen, einfach auf das Österreichische Volkswörterbuch gehen.

Mehrdienstleistung






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.