Dein Österreichisches Wörterbuch

Karniese , die

umkleidete Gardinenstange, die


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt

Erstellt am: 14.07.2016

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Kommentar am 14.07.2016
Der Begriff "Karniese" (f) [kaʁˈniːzə] für "umkleidete Gardinenstange" (f) ist österreichisches Standarddeutsch. Standard in de: die Gardinenleiste Standard in ch: das Vorhangbrett (Duden; VWB S. 390) .

Kommentar am 14.07.2016
s.a. Karniesche und Karnische mundartlich „Karnísche“: von lat „coronis“ = kl. Kranz (vgl. „corona” = Kranz >„Krone” ); verwendet für den Schlussschnörkel eines Schreibers. Dann angeblich verwechselt mit lat. „cornix, -icis” = Krähe, so entstand ital. „corníce”,span. „cornisa”, frz. „corniche” (jetzt auch die gewundene Küstenstraße an der Riviera und in vielen Städten), und es entwickelt sich die architektonische Bedeutung „Gesimskranz einer Säule mit S-förmigem Querschnitt“ und dann auch „Zierleiste mit S-förmigem Profil“. Deutsch erstmals nachweisbar 1712 als „Karnieß“

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Karniese






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.