Dein Österreichisches Wörterbuch

Ofensterz , der

in der Backröhre weiter bereiteter Brei


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 27.08.2016

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 3

Kommentar am 05.08.2017

Zu den Ofensterzen ( = ofen- oder rohrbereiteten Breien) gehörten die „ Breine", „ Tegelbreine", „ Tegelkoche", die „gebackenen Breine", der „gebackene Hirsch“....
Ernst Burgstaller u.a., Österr. Volkskundeatlas:http://tinyurl.com/y8wwxsk7
Eine Abart vom gewöhnlichen Sterz ist der Ofensterz auch Ofenkater oder Ofen tommerl genannt ; bei der Bereitung dieses Gerichtes wird das Heiden-, Weizen- oder Maismehl nicht im Topfe gesotten, sondern in einem Tiegel gebacken
Heimgarten (1881):http://tinyurl.com/y9vebnof
Der Frühstücktomerl war ein Ofensterz, der nichts mit dem heute üblichen Türkensterz zu tun hatte. Am Abend wurde eine kleine Menge Germ in kuhwarme Milch und Mehl eingerührt ... und gehen gelassen...
Karl Kaser, Karl Stocker, Bäuerliches Leben in der Oststeiermark seit 1848 (1988):http://tinyurl.com/yaepe9f8
Je nach Region wird der Sterz anders zubereitet. Dementsprechend gibt es auch unterschiedliche Bezeichnungen: Nigel oder Schöberl nennt man den Sterz, der in einem Topf am Herd mit Schmalz zubereitet wird, Ofensterz oder Tommerl heißen jene Gerichte, für deren Zubereitung Mehl mit weiteren Zutaten kalt angerührt und dann im Backofen gegart wird. Und beim Koch handelt es sich um Mehl, das in Milch oder Wasser unter ständigem Rühren - wie der Name schon sagt - gekocht wird.
Radio Niederösterreich:http://noe.orf.at/radio/stories/2831813/
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Ofensterz






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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