Dein Österreichisches Wörterbuch

Nigl, Nigel , der

burgenländische gebackene Speise


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Essen und Trinken

Erstellt am: 20.09.2016

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 2 | 3

Kommentar am 04.08.2017

„Aufgehender Nigl: Germ, Milch auflassen, Mais- oder Weizenmehl, Teig abschlagen, in der Rein backen; allenfalls werden auch andere Nigl (Heiden, Grieß) dazu gegessen (d.i. zu den Suppen)" (Rohrbrunn, Bez. Jennersdorf)
Burgstaller u.a., Österr. Volkskundeatlas:http://tinyurl.com/ybdx7x6q
Auf der Karte nicht ausgewiesen ist die im Bgld vereinzelt vorkommende Bezeichnung Bezeichnung "Nigl" für die ofenbereitete Morgenspeise.
Burgstaller u.a., Österr. Volkskundeatlas:http://tinyurl.com/ybyu7266
Horniger Nigl 35 dag Heinmehl [sic!], 25 dag Weizenmehl, 2 EL Öl, 2 KL Salz, 1 l lauwarmes Wasser, 1 ganzes Ei. Alle diese oben genannten Zutaten zu einer Masse verarbeiten. Backblech gut ausfetten, Masse verteilen und im Backrohr bei 200 Grad ca. 3/4 Stunde backen. Wenn vorhanden, können auch Grammeln darübergestreut werden.
Rezeptesammlung.at Hausmannskost Burgenland:http://tinyurl.com/y8qacjos
Die zahlreichen Sterzspezialitäten sind auch bekömmliche Energiespender – nicht nur für Holzknechte. Für den „Neunhäutigen Nigl“, einem Gericht aus der alten Bauernküche, kombiniert Radl drei Schichten Tommerl aus Mais-, Heiden- und Weizenmehl.
Mein Bezirk,at Graz:http://tinyurl.com/ybf83tdg
Ursprünglich stand hier ein Ersatzeintrag (s. "Änderungen") für eins meiner etwa 150 lange Zeit grundlos "verbannten" Wörter. Da die Originaleinträge durch den Admin. nun wieder sichtbar sind, hab ich den hier frei gewordenen Platz für einen anderen Eintrag verwendet.

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Nigl, Nigel






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein großer Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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