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Schrattlbaum, Schradlbaum, Schratlbaum , der

Stechpalme


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Natur

Erstellt am: 11.09.2016

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 2

Kommentar am 11.09.2016

Die Stechpalme schützt gegen Gewitter und gegen den Schradl (Alp); aus letzterem Grund legt man in Österreich Ilexzweige in die Hühnersteige; daher auch der Name „Schradlbaum".
Siegfried Seligmann, Die magischen Heil- und Schutzmittel aus der belebten Natur (1999):http://tinyurl.com/hhldpa4
Bei uns findet man die Stechpalme wild wachsend in Vorarlberg und Ober- und Niederösterreich. Dort wird sie Schradlbaum genannt, weil sie die Schradln, die Nachtgeister, abhalten kann.
Miriam Wiegele, Zauberpflanzen (2016):http://tinyurl.com/j4cvxx9
Die Volksbezeichnung für die Stechpalme ist Schrattlbaum; schon das Waldbuch über die zum Gmundnerischen Salzwesen gehörigen Wälder von 1630 erwähnt (fol. 235) in der Gegend vom Offensee ein „Schratlbaumeck“ (im Grenzgebiet, der natürlichen Lärchenverbreitung.
Leo Tschermak, Die Natürliche Verbreitung der Lärche in den Ostalpen (1935, Reprint 2013):http://tinyurl.com/jn3b3qm
Sehr schöne, auch beerentragende Schratlbäume stehen in Parks (Burgau, Stockwinkel) und Dorfgärten (Zell a. A., Parschallen, Aich, Breitenröth).
Mitteilungen des Naturwissenschaftlichen Vereines für Steiermark 100-102 (1971):http://tinyurl.com/jjkxl7l


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Schrattlbaum, Schradlbaum, Schratlbaum






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Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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