Dein Österreichisches Wörterbuch

Stanitzel-Rauchfang , der, -s, Umlaut + -e

Trichterschornstein, Kegelschornstein


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Technische Begriffe, Humorige Bezeichnungen

Erstellt am: 21.10.2016

Bekanntheit: 0%

Beurteilung: 1 | 3

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Kommentar am 21.10.2016

Am 12. April 1854 fuhr er [Kaiser Franz Joseph] mit dem Sonderzug von Mürzzuschlag aus über den Semmering. Er genoss die Reise ganz außerordentlich. In Gloggnitz angekommen erwies sich die Eisenbahn allerdings als recht unmajestätisches Verkehrsmittel. Der hohe Stanitzel-Rauchfang der Semmering-Lokomotive Emmerberg streifte das Dach der Einfahrtshalle und riss ab. Das noble Bild des huldvoll winkenden Kaisers und der freudig erregten Ehrengäste verschwand in einer dichten Wolke
Alfred Komarek, Semmering. Österreich von innen (2012):http://tinyurl.com/jsttfbo
In den Jahren 1975 bis 1978 wurde die von der GKB bereits abgestellte 671 [...] einer Hauptausbesserung unterzogen und fuhr dann 10 Jahre lang vor Sonderzügen, bis dann 1988 wieder eine Hauptreparatur notwendig wurde. Im Zuge dieser Ausbesserung wurde der Kobelschornstein durch einen der Ursprungsausführung entsprechenden, für Südbahnlokomotiven typischen Kegelschornstein (Stanitzel-Rauchfang) ersetzt.
Steir. Eisenbahn freunde:http://www.stef.at/index.php/fahrzeuge/dampflok-671/geschichte-dampflok-671


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Stanitzel-Rauchfang






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark verwendet, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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