Dein Österreichisches Wörterbuch

Flugerl , das

Objekt der Zuneigung


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Zwischenmenschliches

Erstellt am: 03.11.2017

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Kommentar am 03.11.2017

»Komm rasch, verlassen wir dieses Lokal, dort drüben sitzt ein ›Flugerl‹, der Offizier mit den gelben Aufschlägen; bezahle morgen, was wir gehabt haben; fliehen wir, Geliebtester, ehe es für mich, für Dich zu spät ist – – –!«
Peter Altenberg, "Das Flugerl". in "Märchen des Lebens". Berlin 1924:http://www.zeno.org/Literatur/M/Altenberg,+Peter/Prosa/M%C3%A4rchen+des+Lebens/Das+%C2%BBFlugerl%C2%AB
... bringen S' den schwarzen Doktor un' noch a paar nette Leit' mit, her'n S', un san S' net eifersichtig. Sie san do' jetz' mei' Flugerl.
Oscar A. H. Schmitz, Bürgerliche Bohème. Sittenroman aus der Vorkriegszeit ( 1925), tredition classics 2012:http://tinyurl.com/lmahqqs


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Flugerl






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich verwendeten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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