Dein Österreichisches Wörterbuch

Ansprach , die, -, keine

Unterhaltung, Gesprächsmöglichkeit


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Zwischenmenschliches, Gemütszustände, Befindlichkeiten

Erstellt am: 11.01.2018

Bekanntheit: 80%

Beurteilung: 4 | 5

Kommentar am 11.01.2018

Weiring: Ich bin wirklich froh, dass die Tini eine Ansprach' hat und nicht in einem fort zu Hause sitzt.
Arthur Schnitzler, Liebelei (1895):https://tinyurl.com/ybekdau5
statt nur ihre Ansprach zu suchen und dadurch zu zeigen, hier säßen zwei, die kein Drittes neben sich leiden, hat er sie wie allein sitzen lassen
Ludwig Anzengruber, Der Sternsteinhof (1885):http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-sternsteinhof-455/3


Kommentar am 11.01.2018
Georg Danzer: Der Mensch braucht a bisserl a Ansprach(1977)
bei uns am Eck im Wirtshaus gibt's einen alten Herr'n der sitzt dort jeden Abend ganz allein [...] wenn du ihn sehen solltest, dann setz dich zu ihm hin und fang mit ihm a klanes Plauscherl an [...] weu der Mensch braucht a bisserl a Ansprach sonst geht er ein wie's Bleamerl ohne Licht ja der Mensch braucht a bisserl a Ansprach weu ohne Ansprach is der Mensch kein Mensch nicht ja der Mensch braucht a bisserl a G'söschaft die Fröhlichkeit kommt nicht nur durch den Wein
Georg Danzer,Lieder:https://tinyurl.com/y8zk4mvx


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Ansprach






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch verschiedene regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

Unsere Seite hat auch keine Verbindung zu den Duden-Nachschlagewerken und wird von uns explizit nicht als wissenschaftliches Werk betrachtet, sondern als ein Gemeinschaftsprojekt aller an der österreichichen Sprachvariation interessierten Personen.