Dein Österreichisches Wörterbuch

alterirn

sich über etwas kränken


Erstellt am: 16.01.2018

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Kommentar am 17.01.2018
sich alterieren:

Der tapfere Soldat wackelte zu diesen Worten mit dem Federbusch, klirrte mit dem Säbel, stampfte mit den Sporen, focht mit der Reitpeitsche in der Luft [...]. »Doch, es ist unter meiner Würde, mich über solche Kanaille zu alterieren,« fuhr er ruhiger fort: »ich werde ihn verklagen, so tu' ich.«
Wilhelm Hauff (1802-1827), Freie Stunden am Fenster, Werke VI:http://gutenberg.spiegel.de/buch/phantasien-und-skizzen-3786/4
Sie behauptet, du seist ihr gar nicht auf den Leim gegangen, seist nicht mal betrunken gewesen.« – »Sondern?« – »Es sei ein Geschäft gewesen wie jedes andere.« – Lorriner wich zurück. Sein Gesicht war gelb. – »Das braucht dich nicht zu alterieren,« fuhr Etzel fort, »ich werde schon dafür sorgen, dass sie in Zukunft . . .
Jakob Wassermann, Etzel Andergast (1931):http://gutenberg.spiegel.de/buch/etzel-andergast-3045/21
Sie alterieren sich, Madame?« »Wie sollte ich mich nicht alterieren ? Sie liegen da in Ihrem Staatsbett und frühstücken mit aller Seelenruhe; Sie nennen mir den verhasstesten Namen, den ich auf Erden kenne.
Wolf von Niebelschütz, Der blaue Kammerherr (1949/2012):https://tinyurl.com/y8uv6yn4
Würde jeder, der zustimmend nickt, wenn von den faulen Arbeitslosen die Rede ist, oder Müntefering Beifall spendet, wenn er sich alteriert: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen", mal drei Monate versuchen, mit ALG II auszukommen, würde ihm wohl klar, dass die Mehrheit gerne auf die Almosen des Staates verzichten würde, wenn er nur einen Existenz sichernden Job bekäme.
flegel-g.de, 06.12.2017:http://www.flegel-g.de/falschaussagen.html


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alterirn






Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache kommen aus den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

Hinweis: Das vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche Österreichische Wörterbuch, derzeit in der 44. Auflage verfügbar, dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951 und wird vom Österreichischen Bundesverlag (ÖBV) herausgegeben. Unsere Seiten und alle damit verbundenen Seiten sind mit dem Verlag und dem Buch "Österreichisches Wörterbuch" in keiner Weise verbunden.

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