Dein Österreichisches Wörterbuch

Sechtelschaff , das

Laugenschaff, Laugenbottich


Art des Eintrag: Substantiv

Kategorie: Arbeitswelt

Erstellt am: 05.02.2018

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Kommentar am 05.02.2018

Das Sechtelschaff, -es, Mz. -e, im Österreichschen, ein Schaff, die Wäsche darin einzuweichen, zu beuchen
Joachim Heinrich Campe, Wörterbuch der deutschen Sprache (Braunschweig 1810):https://tinyurl.com/ycgaxkja
Auch in Ansehung der Wäsche findet man bei den ärmern Bewohnern, die keinen Waschkessel besitzen, einen eigenen Gebrauch. Es wird zu diesem Behufe im Freien ein Feuer aufgemacht, und es werden darin Backsteine bis zum Glühen erhitzt, [...] in das bereit stehende, mit Wasser und Wäsche angefüllte Sechtelschaff geworfen, und solcherart das Wasser erhitzt und die Wäsche gesechtelt.
Friedrich von Schweickhardt, Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens (1836):https://tinyurl.com/yb7gutyp
Eine andere Art Dunst-Bad ist folgendes: Es werden Zweige des Akazienbaumes klein zerhackt, in Wasser gekocht, und so kochend wird dieses in das Sechtelschaff gegossen. Auf einen darein gestellten Stuhl samt Schemel wird der Kranke nun so gesetzt, dass ihn und seine Füße das Wasser nicht erreichen kann
Gemeinnützige Blätter zur Belehrung und Unterhaltung Jg. 15 (1831):https://tinyurl.com/yd6st4x7


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Sechtelschaff






Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und des Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich benutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Monarchie entlehnt. Eine umfangreiche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein umfangreicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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