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durch den Blick Schaden zufügen


Art des Eintrag: Verb

Kategorie: Zwischenmenschliches

Erstellt am: 27.03.2018

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Kommentar am 27.03.2018
Heut ist's auch in der Steiermark nimmer so arg.

der Hebamme und der Patin liegt es ob, das Kind in den ersten Tagen sorglich zu überwachen, dass es kein fremdes Auge anblicke, denn sonst könnte es „verschaut“ werden. Manche Leute haben böse Augen. [...] Eine erfahrene Hebamme kennt es auch gleich, wenn ein Kind verschaut worden ist. Wenn ein Dienstbote oder ein Fremder im Stübel war, so „schleckt“ sie unmittelbar darauf die Stirne des Kindes ab und hat diese einen „ harben“, bitteren Geschmack, so ist das Kind verschaut. Sie benetzt sofort die Stirne mit ihrem Speichel, denn das ist das einzige Mittel, den bösen Folgen vorzubeugen.
Peter Rosegger, Das Volksleben in Steiermark (1875):https://tinyurl.com/ybw7pqg2
Gegen den bösen Blick hat sie /die Hebamme/ zu sorgen, dass in den ersten Tagen kein fremdes Auge das Neugeborene anschaut, denn es könnte sonst verschaut werden. Eine erfahrene H. kennt den bösen Blick sogleich
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (1930/31):https://tinyurl.com/y9vtt25e
Ob das Schlecken heut noch zur Hebammenausbildung gehört? .

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Österreichisches Deutsch definiert die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich genutzten bairischen und alemannischen Dialekte.
Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine erhebliche Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein erheblicher Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; manche dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe zu verwenden.
Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier im Besonderen bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.

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